Bürgerliste
Bürgerliste

Aktuelles

Wir veröffentlichen hier ungekürzt den Artikel des OVB zu den Vorfällen vor und bei der Wahl des zweiten und dritten Bürgermeisters in Gstadt.

So kann sich jede und jeder selbst seine Meinung zur "verlässlichen, ehrlichen und kompetenten" Vorgehensweise und zum Demokratieverständnis der Freien Wählergemeinschaft bilden.

OVB-Logo       Artikel online publiziert am: 09.05.2014

 

Neuer Gemeinderat in Gstadt bestimmt Dominik Schneider zum Dritten Bürgermeister

Gabi Noichl nicht wieder gewählt

Gstadt - Groß ist die Enttäuschung der Bürgerliste Gstadt: Sie stellt nicht mehr den Dritten Bürgermeister. In seiner konstituierenden Sitzung hat der neu gewählte Gemeinderat am Mittwoch Peter Gartner zum Zweiten und Dominik Schneider zum Dritten Bürgermeister bestimmt.

Wie das alte und neue Gemeindeoberhaupt Bernhard Hainz gehören auch Gartner und Schneider zur Freien Wählergemeinschaft (FWG).

Die FWG stellt im neuen Gemeinderat sieben der zwölf Sitze - einen mehr als bisher - und den Bürgermeister. Mit Peter Gartner war bis jetzt auch der Zweite Bürgermeister aus ihren Reihen gekommen. Die Bürgerliste verlor einen Sitz und ist nun mit fünf Gemeinderäten im Gremium vertreten. In der vorherigen Wahlperiode stellte die Gruppierung mit Gabi Noichl die Dritte Bürgermeisterin.

Bei der Wahl zum Zweiten Bürgermeister schlug die Freie Wählergemeinschaft Gartner vor, die Bürgerliste Noichl. In der geheimen Abstimmung entschied Gartner mit acht zu fünf Stimmen das Rennen für sich. Gartner nahm die Wahl an und wünschte eine gute Zusammenarbeit in der neuen Wahlperiode.

Bei der Wahl zum Dritten Bürgermeister plädierte Sebastian Summerer (Bürgerliste) dafür, dass aufgrund einer guten Zusammenarbeit Noichl wieder zur Dritten Bürgermeisterin gewählt werden sollte. Besonders auch deswegen, weil sie jetzt die einzige Frau im neuen Gremium sei, im Gegensatz zum alten mit drei weiblichen Räten.

Die FWG schlug jedoch als Dritten Bürgermeister Dominik Schneider aus ihren Reihen vor. Die Bürgerliste schickte wieder Noichl ins Rennen. Das Ergebnis: Acht Stimmen fielen auf Schneider, fünf auf Noichl. Schneider nahm die Wahl an und erklärte, er wolle als Dritter Bürgermeister das Beste für die Gemeinde leisten.

Die Bürgerliste hatte ihre Enttäuschung schon im Vorfeld der Wahl nicht verbergen können. Bürgermeister Hainz versuchte immer wieder zu beruhigen. "Es ist schließlich eine geheime Wahl", so Hainz.

Nach der Abstimmung erklärte Noichl, sie habe sich nicht erpressen lassen. Bürgermeister Hainz habe sie angerufen und ihr mitgeteilt, dass sie das Amt der Dritten Bürgermeisterin nur dann mit Zustimmung der FWG erhalte, wenn auch die Bürgerliste ihrerseits Gartner ohne Gegenstimme zum Zweiten Bürgermeister wähle. Daraufhin habe sie ihm mitgeteilt, dass sie sich nicht erpressen lasse. "Mein Demokratieverständnis habe eine andere Bedeutung", habe sie ihm erklärt. "Außerdem kann ich für meine Kollegen der Bürgerliste nicht abstimmen". Die Wahl sei jetzt nur mehr eine "Farce" gewesen, erklärte Noichl.

th